Bio-Austria 2008: „Konventionalisierung – die Schattenseite des Bio-Booms“

Bio-Austria 2008:

„Konventionalisierung – die Schattenseite des Bio-Booms“

In der Stellungnahme von Bio-Austria zu dem Buch „Der große Bio-Schmäh – wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen“ wird mir als Autor des Buches vorgeworfen, den Begriff der Konventionalisierung des Ökolandbaus zu benutzen. Dies sei kontraproduktiv.

Offenbar wünscht man sich bei Bio-Austria, die bereits seit Jahren unter WissenschaftlerInnen debattierten Probleme rund um die ökologische Landwirtschaft (und deren Annäherung an die industrielle) bloß nicht öffentlich anzusprechen. Das verwundert, denn…

… bei Bio-Austria scheint man sich der Problematik selbst durchaus bewusst zu sein.

Bereits am 28. Jänner 2008 hieß es im Rahmen der Bauerntage von Bio-Austria:

Konventionalisierung – die Schattenseite des Bio-Booms

In diesem Beitrag wurden dieselben Probleme thematisiert, die in meinem Buch angesprochen werden. Und es werden ganz ähnliche Forderungen gestellt und Lösungswege skizziert, wie sie auch im Buch zu finden sind.

Außen hui, innen pfui?

Die Frage lautet also: Wieso sollte man die Problematik der Konventionalisierung des Ökolandbaus denn nicht öffentlich thematisieren? Und warum sollten die Konsumentinnen und Konsumenten nicht auch das Recht auf Transparenz und Information haben? Immerhin sind es ja ihre Erwartungen, ist es ihr Geld, auf die es so mancher Konzern mit seiner Bio-Linie abgezielt hat.

Quellen

Hier eine Sammlung von wissenschaftlichen Unterlagen, die sich mit der Konventionalisierung der Biolandwirtschaft beschäftigen.

Konventionalisierung – die Schattenseite des Bio-Booms
(Beitrag im Rahmen der Bauerntage 2008 von Bio Austria)

Konventionalisierung im Biolandbau – Gefahren und Auswege