Vorwärts statt „zurück zu den Ursprüngen“

Was bedeutet eigentlich „moderne Biolandwirtschaft“?

Bio-Hühnermast für österreichische Supermarkt- und Diskontkonzerne

Bio-Hühnermast für österreichische Supermarkt- und Diskontkonzerne

Der Begriff der „modernen Landwirtschaft“, an der man sich zu orientieren habe, taucht immer wieder auf. Doch steht ein ganzheitlich verstandener Ökolandbau der Modernisierung tatsächlich entgegen? Muss das „Moderne“ ausgerechnet in einer Konventionalisierung bestehen, in einer industriellen Ökolandwirtschaft als Nebenschauplatz des konventionellen Marktes?

Fortschritt

Oder kann man den Begriff „Fortschritt“ auch anders verstehen? Etwa in einer „Neugründung“ der Landwirtschaft auf Basis moderner ökologischer und sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse anstatt in der Assimilerung der zukunftsweisenden Alternativen durch das Konventionelle?

Landbau der Zukunft

Zukunftsfähig sind die Reaktivierung und der Ausbau eines dezentralen, effizienten Produktions- und Vermarktungsnetzwerkes, in dem regionale Strukturen wieder zum Tragen kommen. So weit möglich, sind die Marktwege zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen zu verkürzen. Aus der Ökologie wissen wir: Dezentrale, vielfältige Systeme sind krisensicherer, nachhaltiger und effizienter. Der Trend muss in diese Richtung gelenkt werden.

Orientierung an modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen

Daneben wird der Begriff der „angepassten Technologie“ eine große Rolle im Ökolandbau der Zukunft spielen. Dieser Begriff ist ein zentrales Konzept der modernen Humanökologie. Wichtig ist auch, zu wissen, dass beispielsweise vielfältige Mischkultursysteme ertragreicher sind als industrielle Monokulturen, egal ob diese biologisch oder konventionell sind. Auch brauchen wir ein System, das nicht (wie die Supermärkte) so produziert, dass große Mengen an genusstauglichen Waren im Müll landen, weil sie äußeren Formvorgaben nicht entsprechen.

Ich empfehle folgendes Video dazu:

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